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Tabelle für Bleistifthärte

  


Workshop von Marcel Stach (09.01.2012)


Für meine Zeichnungen verwende ich Bleistifte verschiedenen Härtegrades. Wie stark der Graphitabrieb jeder dieser Stifte ist, lässt sich nur durch ausprobieren feststellen. In diesem Blogartikel habe ich Euch eine Tabelle angefertigt, bei der Ihr den Härtegrad Euer Bleistifte eintragen könnt. Wer noch nicht ganz so viele Erfahrungen mit Bleistiften unterschiedlichen Härtegrades gesammelt hat, für den habe ich zusätzlich noch eine kleine Übung ausgearbeitet, bei der die jeweiligen Bleistifte dann auch in einer Zeichnung eingesetzt werden.


Welche Härtegrade gibt es?

Insgesamt gibt es 20 unterschiedliche Härtegrade von Bleistiften, welche von 9H für extrem hart bis B9 für sehr weich reichen. Dazwischen gibt es noch HB und F für mittel. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Aufschlüsselung der unterschiedlichen Bleistifte und deren Verwendung. Es gibt Hersteller, die noch weitere Härtestufungen im Angebot haben, wie zum Beispiel B1, H1 oder B1/2. Diese sind jedoch nicht so geläufig und wurden von daher auch nicht nicht extra mit aufgeführt. Wichtig hierbei zu wissen wäre lediglich, dass der Buchstabe B für weich und H für Hart steht. Die darauffolgende Zahl bestimmt den jeweiligen Härtegrad. Sprich H9 für extrem hart und H2 für hart. Selbiges gilt für die weichen Bleistifte, B9 für sehr weich und B2 für weich.


Bezeichnung Bleistiftsthärte Verwendung
H9 extrem hart Lithographie
H8
H7
H6
H5 hart Technisches Zeichnen
H4
H3
H2
H hart Technisches Zeichnen, Schreiben und Zeichnen
HB mittel Zeichnen und Schreiben
F
B weich Schreiben und Zeichnen
B2
B3
B4 weich künstlerische Arbeiten
B5
B6
B7 sehr weich künstlerische Arbeiten
B8
B9

Tabelle Bleistifthärte


Bleistifte zum Zeichen

Bleistifte, welche ich für meine Zeichnungen verwende reichen von H6 bis B8 sowie die mittleren HB und F. Wobei ich bei den weichen Bleistiften selten über B6 hinausgehe. Das ist auch der Grund, weshalb meine angefertigte Tabelle (siehe Abbildung 1.1) auch nur bis B6 ausgelegt ist. Für mich liegt der Vorteil einer solchen Tabelle darin, dass ich immer eine ungefähre Vorstellung habe, welchen Grauton ich mit welchen Bleistift ungefähr erreichen kann. Ungefähr deshalb, da beim Zeichnen der Druck des Bleistifts auf dem Zeichenpapier den Tonwert mit beeinflusst. Je mehr ich mit dem Bleistift aufdrücke um so dunkler wird auch der Strich auf dem Papier.

Zum Zeichnen feiner Konturen oder auch zum Schreiben von Text habe ich die besten Erfahrungen mit harten Bleistiften ab H3 machen können. Hierbei ist etwas Vorsicht geboten. Umso härter die Bleistiftmine, umso mehr besteht die Gefahr, beim Zeichnen das Papier einzudrücken. Zeichne ich diesen Bereich mit einem weichen Bleistift nach, werden hier deutliche Zeichenspuren sichtbar. Dieser Effekt kann sich aber auch unter Umständen als recht nützlich erweisen.

Fertige Tabelle
Abbildung 1.1

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Wer sich selbst auch eine solche Übersicht anfertigen möchte, der kann sich die Tabelle hier von mir im PDF-Format herunterladen und ausdrucken. Zum öffnen der Datei benötigt Ihr den kostenlosen Adobe Reader. Da ich ja nicht davon ausgehen kann, dass Ihr die selben Bleistifte verwendet wie auch ich, habe ich zusätzlich einen Vordruck angefertigt, bei dem Ihr Eure eigenen Härteangaben eintragen könnt.



Die Bleistifthärten praktisch angewendet

Einen genauen Unterschied, wie sich die unterschiedliche Bleistifthärte in einer Zeichnung auswirkt, lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen. Speziell dafür habe ich Euch eine Übung ausgearbeitet, bei der jeweils immer drei Bleistifte ausgewählt sind. In Abbildung 1.2 könnt Ihr Euch das ganze einfach mal anschauen. Hier sieht man auch deutlich den Unterschied.

Übung zur Bleistifthärte
Abbildung 1.2

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Wer sich die Mühe ersparen möchte, drei Zeilen mit jeweils einem Kegel, einem Würfel und eines Zylinders selber von Grund auf zu zeichnen, für den habe ich das ganze als Vordruck vorbereitet. Wichtig bei der Übung ist, auch wirklich immer nur die Bleistifte zu verwenden welche jeweils immer angegeben sind. Auch wenn die Versuchung lockt, einen anderen, nicht aufgeführten Bleistift zu nehmen. Durch etwas mehr oder weniger Zeichendruck lässt sich der Grauton bekanntlich auch beeinflussen.

Ich hoffe, der Artikel über den Einblick in die unterschiedlichen Bleistifthärten und deren Anwendung hilft Euch etwas. Nun wünsche ich viel Spaß beim Üben und Zeichnen.


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